Donnerstag, 21. Februar 2008

Gott sucht uns

Gewöhnlich höre und lese ich Berichte, die beschreiben, wie Menschen Gott suchten. Wenn Menschen, die vorher Atheisten oder Agnostiker, Esoteriker oder Moslems, Buddhisten oder ganz einfach gleichgültig waren, Christen werden, erzählen sie, wie sie Gott auf ihrer spannenden oder spannungsvollen, langen oder kurzen und heftigen, verzweifelten oder zweifelnden Suche schliesslich fanden. Sie – und das sind weltweit immer wieder Millionen von Menschen – bestätigen jeweils die Aussage der Bibel: „Wenn ihr mich von ganzem Herzen sucht, will ich mich von euch finden lassen“ (Jeremia 29,13). Viel entscheidender scheint mir jedoch, dass die Umkehrformel auch richtig ist: Gott sucht uns!

Man mag Beda Stadler, Richard Dawkins oder Dalai Lama heissen: – ganz egal ob man nicht an die Existenz Gottes glaubt oder sich selbst zur höchsten Instanz macht – Gott hat ein unendliches Interesse an jedem einzelnen Menschen. Deshalb sucht und verfolgt Gott uns. Der englische Philosoph C.S. Lewis oder der Theologe Augustinus (3. Jhdt.) erzählen eindrücklich, wie Gott ihnen auf den Fersen war, sich ihnen in Erlebnissen immer wieder bemerkbar machte und sie schliesslich vor ihm kapitulieren liess. Lewis beschreibt seine Situation als „schachmatt“ im Spiel. Gott suchte ihn nicht nur auf, sondern widerlegte alle persönlichen Einwände, die Lewis hinderten, ihm (Gott) zu vertrauen. Auch die Bibel enthält anschauliche Beispiele davon, wie Gott Menschen sucht: z.B. Lukasevangelium Kapitel 15. Anregende Lektüre für suchende Menschen!

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