Donnerstag, 20. Dezember 2012

Gott, ein Mensch?

In der Weihnachtsgeschichte der Bibel finden wir den Bericht, dass bereits die Geburt von Jesus Christus unter ganz besonderen Umständen stattfand. Aber dies allein hätte nicht gereicht, dass wir noch heute diese eine Geburt im Nahen Osten ganz besonders feiern. Die Geburt und das ganze Leben, Sterben und Auferstehen von Jesus von Nazareth hat die Menschheit unvergleichlich geprägt. Kein Buch hatte so viel Nachwirkung wie die Bibel. Kein Buch ist in so viele Sprachen übersetzt worden. Kein Buch wurde so oft gedruckt, zitiert oder rezitiert. Aber nicht nur die Bibel, dieses Jesus-Buch, sondern Gottes Sohn selber hat der Welt in besonderer Weise seinen Stempel aufgedrückt. Jemand hat einmal gesagt: Wieso sollte ich nicht an die Weihnachtsgeschichte und an das Leben Jesu glauben? Es steht ja jeden Tag in der Zeitung, dass sie geschehen ist: Heute steht zum Beispiel 21. Dezember 2012. Dieses Datum bezieht sich auf das Leben Jesu. Unsere Zeitrechnung basiert auf diesem Ereignis. Milliarden von Menschen bezeichnen und bezeichneten sich als seine Nachfolger. Kein Mensch, kein anderer Glaube hat so viele Menschen bewegt und überzeugt.
Was aber hat dazu geführt, dass dieser Mann, dieses Ereignis, dieses Leben über all die Jahre so viel Nachwirkung hatte? Weshalb sollten wir seine Geburt auch in diesem Jahr feiern? Weil er gute Gedanken hatte, wie zum Beispiel jenen: „Wahre Liebe zeigt, wer sein Leben hingibt für seine Freunde.“ Oder weil er gut gepredigt hat und die Ideale der Bergpredigt verkündet hat? Weil er vorbildlich gelebt hat und kein Vergehen von ihm überliefert ist? Aber grosse Philosophen, gute Redner und vorzügliche Menschen kennt die Welt viele. Was also macht Jesus von Nazareth und damit seine Geburt so einzigartig?
Ich glaube, es ist seine Identität. Jesus hat auch viel über sich selber geredet. Herausfordernd kommt das in seinen Ich-bin-Worten zum Ausdruck: „Ich bin das Brot des Lebens.“ Oder: „Ich bin das Licht der Welt.“ Man stelle sich vor, ein Uniprofessor oder ein Staatspräsident würde heute so von sich reden. Wir wären sofort skeptisch und würden ihm – zu Recht – Arroganz und Überheblichkeit vorwerfen. Weshalb tun wir es bei Jesus Christus nicht? Ich denke, schlicht weil es wahr ist und in ihm Gott Mensch geworden ist. Für mich ist das der Grund auch in diesem Jahr, die Geburt des Gottessohnes zu feiern. Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten!