Montag, 23. September 2013

ScanAFan - Anleitung - Marc, der grösste Fan der Post?

Bei der Schweizerischen Post läuft momentan ein Wettbewerb, an dem ich teilnehme. Auf 300 von insgesamt 15'000 gelben Briefkasten der Post ist mein Porträt zu finden (aktuell sind 169 Porträts von mir entdeckt/ gescannt worden; vgl. https://www.der-groesste-fan.ch/# ! Filter auf Marc J. einstellen).


Das Video zeigt, was es u.a. zu gewinnen gibt...
Worum geht es?
Wer ein Smartphone oder iPhone hat, kann mitmachen. Und das geht so:

1. Lade die App ScanAFan auf dein Handy:
AppStore (iOS): https://itunes.apple.com/ch/app/scan-a-fan/id696549631?mt=8
PlayStore (Android): https://play.google.com/store/apps/details?id=com.swisspost.biggestfan


2. Melde dich mit einer E-Mail-Adresse oder via facebook in der App an!
Jetzt kannst du mich auf zwei Wegen unterstützen:
- Du entdeckst Briefkasten mit meinem Foto, scanne mich und ich erhalte 10 Punkte, wenn der Briefkasten noch nicht entdeckt worden ist.

- Falls der Briefkasten bereits gescannt wurde, kannst du im Umkreis von 100m mit der App einloggen und ich erhalte 2 Punkte (alle 24h möglich).

Wäre cool,wenn du mir beim Punkte sammeln hilfst! Noch bin ich eher im Mittelfeld anzutreffen.

Danke für deine Unterstützung!

Freitag, 13. September 2013

Ein Gebet voraus


„Ein Gebet voraus“ so heisst eine Impulsveranstaltung in Bern, welche morgen Samstag Christen aller Kirchen vor dem Bettag zum gemeinsamen Beten einlädt. Sind betende Menschen immer ein Gebet voraus? Gerade so, wie wenn schlagfertige Leute den anderen einen Schritt voraus sind? Oder hat „ein Gebet voraus“ ganz eine andere Dimension als die des Vorsprungs auf andere?

Als Christ und Theologe beschäftige ich mich viel mit dem Beten und pflege wie jeder betende Mensch einen ganz persönlichen Stil der Kommunikation mit Gott. Neben dem persönlichen Gebet während des Tages ist mir auch das Gebet in kleinen Gruppen sehr vertraut. In meinem Beruf habe ich das Privileg, dass fast jede Arbeitssitzung mit Gebet beginnt. Sei das bei der Schweizerischen Evangelischen Allianz, beim evangelischen Hilfswerkverband Interaction oder auch in der Evangelischen Volkspartei; ja sogar vor den Sessionen des Grossen Rates in Bern können jene mit einer Andacht beginnen, die das wünschen. Und diese Treffen schliessen wir jeweils mit dem Gebet „Unser Vater“ ab.

Ich empfinde dies als grosses Vorrecht. Nicht jeder hat die Möglichkeit in seinem Berufsalltag mit einer Gruppe von Menschen Gott zu danken und ihn um seine Führung, Ermutigung und Hilfe zu bitten. Mir ist es deshalb so wichtig, weil mir das Beten in der Gemeinschaft mit anderen noch besser gefällt, als das Gebet alleine. Von diesem Geheimnis hat schon Jesus gesprochen: „Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte“, Matthäusevangelium Kapitel 18, Vers 20. Wenn Christen gemeinsam beten, dann verspricht Jesus, durch seinen Heiligen Geist bei ihnen zu sein.


Gott hört dann nicht nur ihre Gebete, sondern teilt sich auch immer wieder mit. Für mich ist das Reden Gottes zu uns Menschen ein Teil dieser unvergleichlichen Dimension, die mich im Voraus auf etwas Besonderes vorbereitet, auf etwas hinweist, warnt oder ermutigt. In diesem Sinn ist das „Gebet voraus“ eine persönliche Vorbereitung, die uns nicht Vorteile gegenüber anderen Menschen verschaffen soll, sondern die uns selber zum Vorteil für andere macht: Und zwar so dass wir anderen besser dienen und sie unterstützen können, wenn wir im Voraus Gott begegnet sind. Eine solche Begegnung wünsche ich mir für alle, die morgen gemeinsam beten!

Montag, 9. September 2013

Es geht um mehr als nur um die Wurst

Es geht bei der Abstimmung zum Arbeitsgesetz um die Ladenöffnungszeiten bei Tankstellenshops an Hauptverkehrswegen mit starkem Reiseverkehr. Künftig sollen diese während 24 Stunden geöffnet sein können und das ganze Sortiment verkaufen können. Mit der Liberalisierung der Öffnungszeiten von Tankstellenshops dürfte zum ersten Mal ein Detaillist die ganze Nacht sowie am Sonntag offen haben.

Die Befürworter werben für ein Ja mit dem Slogan „Bratwürste legalisieren“ und spielen auf die heutige Einschränkung des Sortiments an. Nun, ich habe schon bisher meine Bratwurst immer legal gekauft. Und  es geht bei dieser Abstimmung in der Tat nicht nur um die Wurst. Besser wird hier von der Salami gesprochen. Denn es ist offensichtlich eine Salamitaktik, welche die grenzenlosen Liberalisierer hier anwenden: Scheibe um Scheibe geht es in Richtung 24-Stunden Ladenöffnungszeiten und damit auch um die Abschaffung des Sonntags.

Der Schutz des Sonntags als Ruhe- und Feiertag und der Schutz der Arbeitnehmenden haben Vorrang. Der Sonntag ist ein Tag der Ruhe und Erholung, ein Tag der Familie, der Begegnung und der Gemeinschaft, ein Tag der religiösen und spirituellen Besinnung und ein Tag des Gottesdienstes. Der arbeitsfreie Sonntag ermöglicht gemeinsame Aktivitäten in der Familie, im Freundeskreis, in Vereinen oder in der Kirche.

Viele Angestellte lehnen Nacht- und Sonntagsarbeit ab, müssen sich aber anpassen, weil sie auf die Jobs angewiesen sind. Der Staat steht in der Verantwortung, für die Schwächeren einzustehen und dem Arbeitnehmerschutz Priorität einzuräumen. Vor allem in den Städten werden Polizei und Rettungsdienste der 24-Stunden-Gesellschaft und ihren Auswüchsen kaum noch Herr. Da ist es nicht sinnvoll, das Dienstleistungsangebot in der Nacht und am Sonntag weiter auszudehnen.

Wenn die Tankstellenshops die ganze Nacht offen haben, nimmt der Druck für eine generelle Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten zu. Die Mitbewerber im Detailhandel werden rasch darauf pochen, dass sie gleich lange Spiesse haben wie die Tankstellen.

Ich bin gegen diesen ersten Schritt zur 24-Stunden-Konsumgesellschaft. Wenn wir einen Dammbruch bei der Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten und mehr Sonntagsarbeit verhindern wollen, müssen wir am 22. September dringend NEIN stimmen. Weitergehende Vorstösse sind im Parlament nämlich bereits deponiert, obwohl Volksabstimmungen in der Vergangenheit solche Liberalisierungen regelmässig abgelehnt haben.