Samstag, 11. April 2009

Ist er wahrhaftig auferstanden?

Warum es schwierig ist, nicht an die Auferstehung zu glauben.

Ist die Auferstehung Jesu Christi ein Symbol, da sie allen menschlichen Erfahrungen widerspricht? Ist sie eine weiterverbreitete Legende oder Erfahrung einer Massensuggestion seiner Nachfolger? Oder ist die Auferstehung ein historischer Fakt, dem man sich stellen muss? Einige handfeste Argumente, die für die historische Tatsache sprechen.

Ist Jesus gar nie gestorben? Das erste, was man gegen die Auferstehung Jesu vorbringen kann, ist die Behauptung, Jesus sei gar nicht gestorben. Diese Scheintod-Theorie wird etwa von Muslimen geteilt. Dagegen spricht verschiedenes. Zum einen war die Kreuzigung eine der brutalsten und sichersten Hinrichtungsarten im Römischen Reich. Medizinisch ist ein Überleben kaum haltbar. Sie war mit hohem Blutverlust und einem Schockzustand des Körpers verbunden. Zum andern war ein Römischer Hauptmann für die Hinrichtung zuständig. Er war sich diese Arbeit gewohnt und des Todes Jesu gewiss; wie übrigens auch Pilatus (Mk 15,39.44).


Wurde der Leichnam gestohlen? Das leere Grab wird in der Bibel verschiedentlich bezeugt. Es müsste also erklärt werden, wie schon kurz nach dem Tod Jesu die Botschaft von der Auferstehung verbreitet werden konnte. Wenn doch wenige Meter ausserhalb der Stadtmauer jederzeit das Grab Jesu hätte untersucht werden können; und weder die Römer noch die Hohenpriester hatten ein Interesse daran, eine christliche Lüge zu decken. Im Gegenteil, römische Soldaten wurden beauftragt, das Grab zu bewachen (Mt 27,64.65). Ein Diebstahl der Leiche Jesu wäre schier unmöglich gewesen.


Die Auferstehung erfunden? Am Jesus-Jünger Petrus lässt sich nachweisen, dass die Wahrscheinlichkeit einer vorgetäuschten Auferstehung der Jesus-Gemeinschaft äusserst gering ist. Petrus wird in den biblischen Berichten als ein selbstbewusster, wenn nicht sogar etwas vorlauter Jünger beschrieben. Er muss eine ausgesprochene Leiterfigur gewesen sein. So ist es vorerst ein grosser Rückschlag, dass Petrus seinem „Meister“ in den schwierigsten Stunden nicht beisteht. Er begleitet zwar die Gefangennahme Jesu aus einiger Distanz, leugnet jedoch, Jesus zu kennen mehrmals und verzweifelt. Nach der Hinrichtung Jesu zieht Petrus sich zurück. Durch die Jüngerinnen erfährt er vom leeren Grab und begegnet Jesus danach selber. Hätte die Auferstehung nicht stattgefunden, ist es kaum erklärbar, dass Petrus tatsächlich an Pfingsten mit dem Bau der Gemeinde Jesu beginnt. Ein verzweifelter Lügner wäre nicht in der Lage gewesen, 3000 Menschen zum Glauben an Christus zu führen (Apg 2). Gegen die Erfindung der Auferstehung spricht auch das Martyrium der ersten Christen von Jakobus bis Stephanus. Wer wäre schon bereit für einen Betrug, den er sich selbst ausgedacht hat, zu sterben?


Schwache Quellen? Es gibt kein historisches Ereignis der Antike, das besser belegt ist als die Auferstehung von Jesus von Nazareth. Während die ersten historischen Quellen über Alexander den Grossen 400 Jahre nach ihm entstanden, sind die biblischen Berichte bereits ein halbes Jahrhundert nach Jesu Geburt (!) verfasst worden. Neben den vier Evangelienschriften stellt Paulus die Zeugen der Auferstehung im 1. Korintherbrief übersichtlich dar:

15. Kapitel: „3 Er ist am dritten Tag auferweckt worden, gemäss der Schrift, 5 und erschien [wurde gesehen von] dem Kephas, dann den Zwölf. 6 Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern zugleich; die meisten von ihnen sind noch am Leben, einige sind entschlafen. 7 Danach erschien er dem Jakobus, dann allen Aposteln.“

Frauen als Zeugen? Es gibt unterschiedliche biblische Quellen, die in einigen Punkten sogar voneinander abweichen. Das spricht dagegen, dass die Geschichte eine Erfindung ist. Ausserdem hätten die Christen als Zeugen wohl kaum die Frauen am Grab genommen, denn das Zeugnis von Frauen galt damals nichts.

Marc Jost in "Wort & Wärch 04-2009"

Donnerstag, 9. April 2009

Wahlen 2010: EVP will einen Sitz in der Regierung

Die EVP des Kantons Bern rechnet sich bei den kantonalen Wahlen von 2010 Chancen auf einen Sitz im Regierungsrat aus. EVP-Grossrat Marc Jost

EVP-Grossrat Marc Jost (Bild: Andreas Blatter)

Sie tritt höchstwahrscheinlich mit Grossrat und Pfarrer Marc Jost aus Thun und dem Ingenieur Patrick Gsteiger aus Moutier an.

Die Delegiertenversammlung der EVP muss diesen Vorschlag der Geschäftsleitung am 25. April noch bestätigen, wie die Partei am Freitag mitteilte. Chancen auf einen Sitz sieht die EVP, weil bei den nächsten Wahlen die ausseramtlichen, vorgedruckten Wahlzettel nicht mehr erlaubt sind.

«Erstmals gleiche Wahlchancen»

Diese Zettel hätten den beiden grossen politischen Blöcken einen entscheidenden Vorteil verschafft. «Zum ersten Mal überhaupt haben Kandidierende der blockunabhängigen EVP die gleichen Wahlchancen», frohlockt die Partei.

Die Kandidaturen der EVP richteten sich nicht gegen eine bestimmte Partei oder ein bisheriges Regierungsmitglied, heisst es weiter. Die Stimmenanteile der letzten kantonalen Wahlen zeigten aber, dass Rot-Grün derzeit mit einem Sitz übervertreten sei.

Vorschläge sind auch regionalpolitisch motiviert

Marc Jost ist Pfarrer beim Evangelischen Gemeinschaftswerk in Thun, verfügt auch über ein Primarlehrerpatent und sitzt seit 2006 im bernischen Grossen Rat. Er wurde 1974 geboren, ist verheiratet und hat drei Kinder.

Patrick Gsteiger kam im Jahr 1967 zur Welt, ist ebenfalls verheiratet und hat zwei Kinder. Der Mitinhaber eines Ingenieurbüros wohnt heute in Perrefitte. Er arbeitete früher als Kantonspolizist und Generalsekretär ad interim des Bernjurassischen Rats.

Die EVP spricht in ihrer Mitteilung von zwei profilierten Köpfen, doch haben auch regionalpolitische Überlegungen eine Rolle gespielt, wie EVP-Geschäftsführer Ruedi Löffel auf Anfrage sagte.

Die EVP wollte eine deutschsprachige und eine französischsprachige Kandidatur und sie wollte mit dem in Spiez aufgewachsenen Jost dem Oberland «eine Offerte bieten», wie Löffel sagte. Seit dem Ausscheiden des jetzigen Ständerats Werner Luginbühl sei dieses ja nicht mehr in der Regierung vertreten.

SDA-Meldung vom 27.03.2009