Montag, 27. Oktober 2008

Ich habe Angst...

Auch wenn es mir als erwerbstätiger Schweizer, als sportlicher Familienvater oder ganz einfach als Individuum gut geht, kann ich es nicht vermeiden, dass ich manchmal Angst habe. Ich bin mir bewusst: Angst ist meistens ein schlechter Ratgeber. Angst kann lähmen. Und als Christ bin ich angehalten meine Ängste bei Gott abzulegen.
Und trotzdem, die kommenden Zeiten haben es in sich! Meine Gesundheit ist auf diesem Planeten je länger je mehr durch umweltschädigende Einflüsse in Gefahr: CO
2 ist da bloss ein Phänomen unter vielen. Die Lebensmittelpreise steigen für mich, aber vor allem für Menschen in weniger privilegierten Ländern. Dieser weltweite Hunger von einer Milliarde Menschen ist nicht nur ein Skandal, sondern birgt ein Gewaltpotenzial in sich, das sich auch in meiner Heimat entladen kann. Und auch um die Energieressourcen könnten Konflikte entstehen. Meine tägliche Energie droht plötzlich nicht mehr bereitgestellt zu werden. Muss ich bald mit einem Stromkontingent rechnen? Ja, sogar das Wasser soll bald knapper werden.
Und jetzt auch noch die Bankenkrise! In einem der reichsten und sichersten Länder muss ich mich plötzlich um meinen Wohlstand fürchten. Werde ich als alter Mensch noch auf irgendeine Vorsorge-Versicherung zurückgreifen können?
Natürlich, versuche ich mich zu beruhigen: Ich kann doch verzichten auf etwas Wohlstand, auf etwas Energie, auf etwas Wasser. Aber was, wenn es plötzlich hier zu gewälttätigen Konflikten im grösseren Ausmass kommt? Was, wenn ich zudem als Christ wegen meines Glaubens schikaniert und benachteiligt werde?

Jesus sagt mir: "Fürchte dich nicht! Ich bin mit dir bis zum Ende." Ich will ihm vertrauen!

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Werdet wie die...



Sie sind die Zukunft. Sie machen unendlich Freude und bieten uns gleichzeitig immense Herausforderungen. Sie sind äusserst wertvoll und zugleich ein Armutsrisiko in der Schweiz. Manche kommen unerwünscht, andere kommen gar nicht, obwohl man sie sich wünscht.
Kinder sind auf jeden Fall etwas Besonderes, vielleicht schon deshalb, weil wir alle es einmal waren. Ja, wie war das eigentlich damals in der eigenen Kindheit? Empfinde ich sie heute als Hypothek oder als gute Investition? Trage ich heute eher Verletzungen oder gute Früchte davon?
Ob man sich eher nach der eigenen Kindheit sehnt oder viel mehr froh ist, dass sie vorüber ist - so oder so lässt einen die biblische Aufforderung "Werdet wie die Kinder!" aufhorchen. Was soll das? Was ist damit gemeint? Was an der Kindheit ist denn so durch und durch vorteilhaft; auch für eine erwachsene Person?
Die Aussage von Jesus folgte auf eine Frage seiner Freunde: "Wer ist in der neuen Welt Gottes der Grösste?" Das wollten sie von ihm wissen. Die Antwort Jesu:"Wenn ihr euch nicht ändert und den Kindern gleich werdet, dann könnt ihr in Gottes neue Welt überhaupt nicht hineinkommen. Wer es auf sich nimmt, vor den Menschen so klein und unbedeutend dazustehen wie dieses Kind, ist in der neuen Welt Gottes der Grösste."
Klein, hilfsbedürftig und abhängig - so vor Gott, geschweige denn vor andere Menschen zu treten ist schwierig. Und doch stellt Jesus genau dieses Bild des kleinen Geschöpfs als Vorbild vor seine Jünger. Sich klein machen und abhängig werden, ist gefährlich in einer Welt, die jede Schwäche auszunutzen scheint. Vor Gott können wir es trotz allem wagen, weil er uns als Schöpfer und guter Vater durch und durch kennt und unser Bestes will und bereit hält. Und wer erfahren hat, dass Gott die menschliche Schwäche nicht kaltblütig ausnützt, fasst Mut auch vor Menschen nicht dauernd den Grossen spielen zu müssen.
erschienen: Sonntagsblatt, Berner Oberländer 10.10.2008

Donnerstag, 2. Oktober 2008

10 cyberspace commandments

Hervorragende Idee meiner Freunde der Ev. Allianz in England:

"Ten cyberspace commandments to give bloggers a moral edge in a virtual age. The commandments are intended to cause bloggers to consider the social impact of their blogging.

1. You shall not put your blog before your integrity.

2. You shall not make an idol of your blog.

3. You shall not misuse your screen name by using your anonymity to sin.

4. Remember the Sabbath day by taking one day off a week from your blog.

5. Honour your fellow-bloggers above yourselves and do not give undue significance to their mistakes.

6. You shall not murder someone else’s honour, reputation or feelings.

7. You shall not use the web to commit or permit adultery in your mind.

8. You shall not steal another person’s content.

9. You shall not give false testimony against your fellow-blogger.

10. You shall not covet your neighbour's blog ranking. Be content with your own content."

From: http://www.eauk.org/articles/blogging-ten.cfm