Dienstag, 12. November 2013

Glaube macht rechtlos

Rami* wurde Christ als erwachsener Mann im Nahen Osten. Er war verheiratet und hatte Kinder. Er liebte seine Familie und sorgte für sie. Rami hatte Arbeit in der Stadt und nahm seine Verantwortung als Bürger wahr. Eines Tages, etliche Jahre nachdem Rami Christ geworden war, beschuldigte ihn jemand der Apostasie und meldete diesen Abfall vom islamischen Glauben der Polizei.
Bildquelle: portesouvertes.ch

Bald darauf erfuhr Rami vor einem Scharia-Gericht der Region folgendes: Falls er nicht von seinem neuen Glauben absagen würde, verurteilte ihn das Gericht, und Rami würde all seine zivilen Rechte verlieren und zu einem Mündel des Staates werden. Seine Ehe würde annulliert. Seine Kinder würden ihm genommen. Es würde ihm verboten, irgendwelche Verträge zu unterzeichnen, sei es um ein Auto zu kaufen, ein Haus zu mieten oder einen Kredit aufzunehmen. Die einzige Religion, die ihm all diese Rechte in jenem Land ermöglichen würde, wäre der Islam.

Die Polizei und das Gericht dachten, Rami würde nun seinen neuen Glauben verlassen und zum Islam zurückkehren. Aber er weigerte sich dem christlichen Glauben abzusagen. Und so wurde er durch die Scharia dort zu einer durch den Staat bevormundeten Person verurteilt. Rami wusste, dass andere Menschen sich nun auch im Recht fühlten ihn zu töten, den Rechtlosen.

Rami konnte mit seiner Familie glücklicherweise das Land verlassen und zog in ein anderes arabisches Land. Es ist möglich, dass er bald in einem westlichen Staat um Asyl bitten wird. Seine Situation ist ein klarer Fall von religiöser Verfolgung. Andere Christen im Land wurden durch diesen Fall aufgeschreckt und leben nun so zu sagen unter dem Damoklesschwert einer potenziellen Verurteilung. (Quelle
http://www.sorrowandblood.com/)

Name geändert

Am Sonntag der verfolgten Kirche (10. & 17. November) sind wir eingeladen an Personen wie Rami und seine Familie zu denken und für sie zu beten. Tausende Menschen leben in ähnlichen oder schlimmeren Situationen, nur weil sie sich ihre Religion nicht vorschreiben lassen wollen und frei glauben möchten. Nehmen Sie sich doch alleine oder in einer kleinen Gruppe Zeit für diese Menschen zu beten.