Freitag, 24. Juni 2011

Jesus und das AKW

Nein, es geht mir nicht um das, was Sie jetzt denken! Aber die Frage wäre in der Tat auch spannend: Würde Jesus ein AKW bauen? Nun, Sie können getrost weiterlesen. Ich erzähle stattdessen ein Gleichnis. Nicht eines aus der Bibel, sondern ein Bild aus unserer Zeit. Ein AKW - das dürfte mittlerweile jedem klar sein - kann nicht nur bei einem grossen Störfall zerstörerisch wirken, sondern hinterlässt in jedem Fall radioaktiven Abfall. Und dieser Abfall ist ein Problem. Man muss ihn so lagern, dass er weder Mensch noch Lebensraum verstrahlt und dies über eine sehr lange Zeit: Es dauert etliche Tausend Jahre, bis die Strahlung nicht mehr gefährlich ist. Kein Wunder also, dass wir noch keine befriedigende Lösung gefunden haben: Wir schafften uns ein Problem, das wir nicht selber bewältigen können. Diese Tatsache erinnert mich an eine vergleichbare Situation geistlicher Art. Der radioaktive Abfall ist ähnlich destruktiv wie die menschliche Sünde. Unser Misstrauen gegenüber Gott, unser Versagen gegenüber Mitmenschen und unser Ungenügen gegenüber uns selber erscheint mir manchmal wie gefährlicher Sondermüll. Am liebsten wäre mir, er wäre gar nicht erst entstanden. Am besten würde man ihn irgendwo tief vergraben. Am sichersten wäre er in der Tiefe des Meeres versenkt. Mit der Sünde ist es wie mit radioaktivem Abfall: Wir schafften uns ein Problem, das wir nicht selber bewältigen können. Unser Versagen an Mitmenschen hat negative Konsequenzen, die wir nicht kontrollieren können. Und unser Misstrauen Gott gegenüber quittiert die Bibel mit dem Verdikt: ewige Verseuchung und deshalb «abgesonderte Lagerung» der betroffenen Menschen vom heiligen Schöpfer. Was im Falle des verstrahlten Mülls unmöglich ist, wird durch das Eingreifen Jesu mit unserer Sünde möglich: Sie wird unschädlich gemacht, wenn wir sie ihm überlassen. Sie hat keine toxische Wirkung mehr und unsere Separation vom Schöpfer hat ein Ende. Wenden Sie sich an Gott, bevor es zum nächsten Störfall kommt.

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