In schwierigen Situationen des Leidens liegt manchen Menschen die „Warum-Frage“ auf der Zunge. Sind wir uns bewusst, dass diese Frage ein Gebet ist und deshalb sicher nicht das Falscheste in einer notvollen Lebenslage? Als Jesus Christus vor rund 2000 Jahren brutal am Kreuz hingerichtet wurde und lange leiden musste, stellte er ebendiese Frage: Warum? Oder genauer: Er betete aus dem Psalm 22, wo es heisst: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Wer „warum?“ fragt, hat eine Gottesbeziehung, sonst würde er Gott nicht fragen, sondern könnte nur über die verzweifelte Lage fluchen. Aber die Hinwendung zu Gott mit dieser Frage ist ein guter Reflex. Es ist jedoch selten so, dass darauf die Frage auch gleich beantwortet würde. Ja, das bleibt wahrscheinlich eher die Ausnahme. Viel entscheidender scheint mir, dass Gott auf die verzweifelte Frage immer mit seiner Gegenwart, mit seiner Nähe antwortet. Das hat auch der Schreiber von Psalm 22 so erlebt; König David. Nachdem er Gott al...
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