Donnerstag, 1. März 2007

Steuern erklären vieles

Die Saison der Steuererklärung geht in zwei Wochen zu Ende. Für mich ist diese Zeit nicht so stressbeladen wie für andere. Ich jongliere gerne mit Zahlen, und meine Steuererklärung ist einfach. Welchen Zugang wir auch immer zur Steuererklärung haben, sie zeigt uns: Wie gehst du mit Geld um? Wie viel hast du verdient? Wie viel hast du ausgegeben? Wie viel hast du weitergegeben? Bei all diesen Fragen kommt zum Ausdruck, welchen Stellenwert die Finanzen in meinem Leben spielen. Gerade die Steuererklärung trägt das Potenzial in sich, uns auch Sorgen zu bereiten: Werde ich viele Steuern bezahlen müssen? Habe ich an alle Abzüge gedacht? Wie könnte ich es anstellen, dass ich noch weniger an den Staat abgeben muss?

Stattdessen könnten wir die Sache mit Gelassenheit angehen. Ein christlicher Unternehmer hat mich einmal mit folgender Aussage beeindruckt: „Ich bin stolz auf einen hohen Steuerbetrag, das zeigt mir, dass wir gut gearbeitet haben und dass Gott uns viel Gelingen geschenkt hat. Es ist nichts als recht, wenn ich nun die öffentliche Hand entsprechend für die in Anspruch genommenen Dienstleistungen entschädige.“ Um eine solche Überzeugung wirklich leben zu können, braucht es nicht in erster Linie viel Geld, sondern eine gesunde Beziehung zu „Geld und Geist“. Dass Geld in unserer Gesellschaft oftmals überschätzt wird, zeigt folgende Beobachtung: Bei uns am Thuner Stadtrand gibt es einen Auto-Tempel, da werden Autos verehrt. In verschiedensten Orten habe ich Bank-Tempel mit grossen Säulen und marmorartigem Stein gesehen, da muss wahrscheinlich Geld angebetet werden. Die Frage „Wo ist mein Tempel?“ zeigt mir, wie gesund mein Verhältnis zu Finanzen und auch meine Beziehung zu Gott ist. Eine gesunde Gottesbeziehung ist geprägt von Vertrauen zum Schöpfer, der mich versorgt, auch im Leben nach der Steuererklärung. Lassen Sie sich doch von Ihrer Steuererklärung zu geistlichem Wachstum anregen: „Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde, wo Motte und Fraß zerstören und wo Diebe durchgraben und stehlen; sammelt euch aber Schätze im Himmel (…). Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein“ (Jesus gemäss Matthäusevangelium 6,19-21).

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