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Kleine Anerkennung mit grosser Auswirkung auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt

Postulatsforderung Der Regierungsrat wird beauftragt abzuklären und Bericht zu erstatten, ob ein neues Gesetz für die Anerkennung von Glaubensgemeinschaften, die nicht öffentlich-rechtlich anerkannt sind, vorgelegt werden soll. Dabei zieht der Regierungsrat folgende Kriterien für die Anerkennung von den Glaubensgemeinschaften in Betracht: a.                Die Glaubensgemeinschaft ist eine demokratisch organisierte Rechtspersönlichkeit, welche die Rechtsordnung respektiert (Einhaltung der Menschenrechte, insbesondere Glaubensfreiheit sowie der Verfassung und der geltenden Gesetze) b.                Sie fördert den Religionsfrieden (transparente Information, Dialog mit anderen Gruppen) c.                Sie verfügt über eine transparente Finanzverwaltung. d.  ...

Freikirchen: Dauerbrenner der öffentlichen Diskussion? - Trialog-Interview (Heilsarmee)

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Thomas Martin: Sie sind bei der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) zuständig für Gesellschaftsfragen und Kommunikation. Welche Themen beschäftigen Sie momentan? Marc Jost: Religionsfreiheit und Meinungsäusserungsfreiheit sind Dauerbrenner und für uns wichtige Anliegen. Im vergangenen Jahr waren zudem die Freikirchen sehr oft ein Thema in der Schweizer Öffentlichkeit. Das ist erfreulich. Leider gab es oftmals den Vorwurf, Mitglieder von Freikirchen würden ihr gesellschaftliches Engagement instrumentalisieren und ihren Mitmenschen den Glauben aufdrängen. Wie setzt sich die SEA für diese Themen ein? Zum Thema der Glaubensfreiheit haben wir eine äusserst aktive und gut kooperierende Arbeitsgemeinschaft von christlichen Nicht-Regierungsorganisationen, die sich für dieses Menschenrecht international engagieren. In der Schweiz setzen wir uns mit breiter Information für dieses Anliegen ein. Bezüglich den Vorwürfen gegenüber Freikirchen haben wir einerseits den Kontakt zu den k...

Grosser Rat will «christlich-abendländischen Wert stärken»

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Der Grosse Rat will die «christlich-abendländischen Werte stärken». Er hiess ein Postulat aus EVP- und EDU-Kreisen gut. "Wir wollen keine fundamentalistischen Ansichten vermitteln und niemanden zum Glauben bekehren", versicherte Philippe Messerli (EVP, Nidau). Die Motion, die von Marc Jost (EVP, Thun) und dem inzwischen in den Nationalrat nachgerutschten Andreas Brönnimann (EDU, Belp) mitunterzeichnet worden war, bezwecke zweierlei: «Eine bessere Umsetzung des bestehenden Lehrplans in Bezug auf den Religionsunterricht», und dass sich der Erziehungsdirektor auch im neuen Lehrplan für die Vermittlung christlich-abendländischer Werte einsetzt. ... SP, Grüne und die BDP lehnten den Vorstoss ab. Zu gross war die Angst, die konfessionelle Neutralität der Schule würde beschnitten. Nachdem Messerli die Motion in einen unverbindlichen Prüfauftrag umgewandelt hatte, sah Erziehungsdirektor Bernhard Pulver nur noch «kleine Differenzen». Der Rat nahm das Postulat mit 84 Ja zu 48 Nein be...

"Eine Stadt soll wissen, was Christen wollen"

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Der Thuner Allianz-Präsident Marc Jost zur Entwicklung seiner «frommen Hauptstadt» Einheit unter den Thuner Christen: Als regionaler Allianz-Präsident versteht sich EGW-Pfarrer Marc Jost stark als Brückenbauer. 30 christliche Gemeinschaften in der Evangelischen Allianz vereinigt. 3000 Menschen versammeln sich jeden Sonntag in ihren Gottesdiensten. Thun gilt als besonders fromme Stadt. Hier werde wohl mehr gebetet als anderswo, räumt der regionale Allianz-Präsident Marc Jost ein. Und in Thun wird ein frivoles Jesus-Musical zur Chance gemacht. «Spektrum»: Wann haben Sie im Thuner Alltag das letzte Gespräch über Jesus geführt? Marc Jost: Das war Mitte Juli anlässlich der Premiere des Musicals «Jesus Christ Superstar». Da fragte mich der Chefredaktor des «Thuner Tagblatts», ob dieses Musical wirklich gotteslästerlich sei. Ich solle doch einen Gastkommentar dazu schreiben. So konnte ich meine Einschätzung über das Musical und über Jesus äussern, zuerst mündlich, dann schrif...

Werte öffentlich diskutieren

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Vier junge Politiker der Region stören sich an religiöser Werbung. Sie schätzen und achten zwar die Glaubensfreiheit und gestehen ein, dass Religion eine wichtige Basis für ethische Werte sein kann. Gleichzeitig finden sie aber, dass Werbung mit Bibelzitaten sowie eine Plakatkampagne mit Fragen zur Identität des Menschen – wie sie in den letzten Wochen aushingen – religiöse Gefühle verletzen, den Frieden gefährden und ihr sittliches Empfinden stören würden. Sie stellen zudem die Frage, wie weit die Vermarktung von Religion gehen dürfe. Als Verantwortlicher einer der beiden Kampagnen nehme ich zu diesen Fragen und Äusserungen gerne Stellung. Vorab ist es begrüssenswert, wenn sich junge Menschen mit Kampagnen auseinandersetzen, welche die Grundfragen des Menschseins angehen. Der Religionsfriede in unserem Land wird aber nicht dadurch gefährdet, dass Kernaussagen der Bibel wieder ins Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit kommen oder Fragen zum Menschsein gestellt werden. Im Gegen...