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Als Christ zwischen den Politblöcken

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Zu den Regierungsratswahlen treten der 40-jährige EVP-Mann Marc Jost und die Grünliberale Barbara Mühlheim als Zweierticket an. Jost positioniert sich als gläubiger Christ, aber nicht als Moralapostel. Blick auf Thun und das Oberland mit dem Niesen: Der Zusammenhalt von Stadt und Land ist Marc Jost (EVP) ein besonderes Anliegen.  Bild: Valérie Chételat Von  Markus Dütschler Marc Jost weiss, wie Wahlkampf geht. 2010 weibelte der EVP-Mann im Elektroauto erstmals für seine Regierungsratskandidatur. 2011 kämpfte er um Simonetta Sommarugas frei werdenden Ständeratssitz. Jetzt kandidiert der 40-jährige Jost erneut für den Regierungsrat. Diesmal bildet er mit der Grünliberalen Barbara Mühlheim ein Zweierticket der Mitte. Er schätze sie seit der gemeinsamen Arbeit in der Justizkommission, sagt Jost, der seit 2006 im Grossrat politisiert. Er stammt aus Spiez und wohnt mit seiner Frau und den vier Kindern in Thun. Er sei eher im Oberland bekannt, sagt Jost, Mühlheim stehe d...

Wahlkämpfer mit biblischer Geduld

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  Replik: «Starker Kommunikator und Vermittler für einen starken Kanton Bern» «Einen langen Atem, ja, das habe ich. Ich setze mich gerne und mit Überzeugung für etwas ein, von dem ich weiss, dass es erst übermorgen zum Ziel kommen wird. Oft ist es jedoch so, dass diese Ergebnisse dann umso nachhaltiger sind.  Gar so harmoniebedürftig, wie das oben tönt, bin ich dann doch wieder nicht. Gerade als Vermittler muss man die beiden Pole am runden Tisch schon mal herausfordern oder gar provozieren. Nur so kommen oft die wahren Beweggründe zum Vorschein. Und das ist manchmal ein Teil der Lösung: dass ehrlich und authentisch gesagt wird, was man befürchtet oder was man anstrebt.  Ein Aspekt meiner Kandidatur geriet beim Porträt unters Eis. Bisher ist nicht die ganze bernische Bevölkerung in der Regierung vertreten. Durch meinen Einsitz in der Exekutive wäre neu auch die politische Mitte vertreten, welcher immerhin etwa ein Fünftel der Bevölkerung nahe steht. Dami...

Glaube macht rechtlos

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Rami* wurde Christ als erwachsener Mann im Nahen Osten. Er war verheiratet und hatte Kinder. Er liebte seine Familie und sorgte für sie. Rami hatte Arbeit in der Stadt und nahm seine Verantwortung als Bürger wahr. Eines Tages, etliche Jahre nachdem Rami Christ geworden war, beschuldigte ihn jemand der Apostasie und meldete diesen Abfall vom islamischen Glauben der Polizei. Bildquelle: portesouvertes.ch Bald darauf erfuhr Rami vor einem Scharia-Gericht der Region folgendes: Falls er nicht von seinem neuen Glauben absagen würde, verurteilte ihn das Gericht, und Rami würde all seine zivilen Rechte verlieren und zu einem Mündel des Staates werden. Seine Ehe würde annulliert. Seine Kinder würden ihm genommen. Es würde ihm verboten, irgendwelche Verträge zu unterzeichnen, sei es um ein Auto zu kaufen, ein Haus zu mieten oder einen Kredit aufzunehmen. Die einzige Religion, die ihm all diese Rechte in jenem Land ermöglichen würde, wäre der Islam. Die Polizei und das Gericht dachten, Ram...

ScanAFan - Anleitung - Marc, der grösste Fan der Post?

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Bei der Schweizerischen Post läuft momentan ein Wettbewerb, an dem ich teilnehme. Auf 300 von insgesamt 15'000 gelben Briefkasten der Post ist mein Porträt zu finden (aktuell sind 169 Porträts von mir entdeckt/ gescannt worden; vgl.  https://www.der-groesste-fan.ch/#  ! Filter auf Marc J. einstellen). Das Video zeigt, was es u.a. zu gewinnen gibt... Worum geht es? Wer ein Smartphone oder iPhone hat, kann mitmachen. Und das geht so: 1. Lade die App ScanAFan auf dein Handy: AppStore (iOS): https://itunes.apple.com/ch/app/scan-a-fan/id696549631?mt=8 PlayStore (Android): https://play.google.com/store/apps/details?id=com.swisspost.biggestfan 2. Melde dich mit einer E-Mail-Adresse oder via facebook in der App an! Jetzt kannst du mich auf zwei Wegen unterstützen: - Du entdeckst Briefkasten mit meinem Foto, scanne mich und ich erhalte 10 Punkte, wenn der Briefkasten noch nicht entdeckt worden ist. - Falls der Briefkasten bereits gescannt wurde, kannst du im Umkre...

Ein Gebet voraus

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„Ein Gebet voraus“ so heisst eine Impulsveranstaltung in Bern, welche morgen Samstag Christen aller Kirchen vor dem Bettag zum gemeinsamen Beten einlädt. Sind betende Menschen immer ein Gebet voraus? Gerade so, wie wenn schlagfertige Leute den anderen einen Schritt voraus sind? Oder hat „ein Gebet voraus“ ganz eine andere Dimension als die des Vorsprungs auf andere? Als Christ und Theologe beschäftige ich mich viel mit dem Beten und pflege wie jeder betende Mensch einen ganz persönlichen Stil der Kommunikation mit Gott. Neben dem persönlichen Gebet während des Tages ist mir auch das Gebet in kleinen Gruppen sehr vertraut. In meinem Beruf habe ich das Privileg, dass fast jede Arbeitssitzung mit Gebet beginnt. Sei das bei der Schweizerischen Evangelischen Allianz, beim evangelischen Hilfswerkverband Interaction oder auch in der Evangelischen Volkspartei; ja sogar vor den Sessionen des Grossen Rates in Bern können jene mit einer Andacht beginnen, die das wünschen. Und diese Treffen sc...

Es geht um mehr als nur um die Wurst

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Es geht bei der Abstimmung zum Arbeitsgesetz um die Ladenöffnungszeiten bei Tankstellenshops an Hauptverkehrswegen mit starkem Reiseverkehr. Künftig sollen diese während 24 Stunden geöffnet sein können und das ganze Sortiment verkaufen können. Mit der Liberalisierung der Öffnungszeiten von Tankstellenshops dürfte zum ersten Mal ein Detaillist die ganze Nacht sowie am Sonntag offen haben. Die Befürworter werben für ein Ja mit dem Slogan „Bratwürste legalisieren“ und spielen auf die heutige Einschränkung des Sortiments an. Nun, ich habe schon bisher meine Bratwurst immer legal gekauft. Und  es geht bei dieser Abstimmung in der Tat nicht nur um die Wurst. Besser wird hier von der Salami gesprochen. Denn es ist offensichtlich eine Salamitaktik, welche die grenzenlosen Liberalisierer hier anwenden: Scheibe um Scheibe geht es in Richtung 24-Stunden Ladenöffnungszeiten und damit auch um die Abschaffung des Sonntags. Der Schutz des Sonntags als Ruhe- und Feiertag und der Schutz de...

Grosse Pläne?

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Auf der Erde leben heute über 7 Milliarden Menschen. Rund 10 Prozent davon wohnen in Europa, oder gut 1 Promille der Welt lebt in der Schweiz. Meine Agglomeration macht etwa 1 Prozent der Schweizer Bevölkerung aus, und unsere Familie macht etwa 0,001 Prozent unserer Stadt aus.  Wenn ich als Vater meine vier Kinder beeinflusse, habe ich rechnerisch einen direkten Einfluss auf 0,000000057 Prozent der Weltbevölkerung. Gott sei Dank nicht mehr, werden die einen sagen! Dann richtet er nicht mehr Schaden an. Was ist das schon, denken andere. Sich selber als wirksam erleben: Dieses Bedürfnis wächst schon als kleines Kind. „Freude am Effekt“ ist wahrscheinlich die erste Bezeichnung, die man in der Entwicklungspsychologie dafür gefunden hat. Ich bin überzeugt, dass dieser Effekt – etwas in der Welt bewegen zu wollen – von Gott in uns Menschen gelegt wurde. Gott hat mit jedem Menschen etwas ganz Persönliches und Individuelles vor. Für ihn sind wir nicht nur eine Nummer. Er kennt nicht nu...