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Ich war krank...

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„Hauptsache, man ist gesund!“ Das höchste Gut ist die Gesundheit, könnte man meinen, wenn man der OECD glaubt: Als Schweizer geben wir zehn von 100 Franken für unsere Gesundheit aus. Damit sind wir weltweit auf Rang drei. Und in der Tat ist Gesundheit wichtig für uns. Das erkennen wir auch, wenn wir die Finanzen weglassen. Wie schnell können uns Kopf-, Zahn- oder Bauchschmerzen völlig aus der Bahn werfen! Wie stark wird eine Gesellschaft in ihrer Entwicklung ausgebremst, wenn Krankheiten wie Aids, Malaria oder Tuberkulose wüten! Ganz klar, niemand ist gerne krank. Und doch ist Krankheit immer wieder eine Realität, wenn nicht im eigenen, so doch im Leben von Freunden, Bekannten und Verwandten. Und das Ausmass der eingeschränkten Funktionsfähigkeit kennt alle Variationen. Verständlich, dass auch in der Kirche Gesundheit, Heilung und Wohlergehen Hochkonjunktur haben. Manchmal rückt das Bemühen um Gesundheit so sehr ins Zentrum, dass der Kranke selber - als Mensch - beinahe vergessen geht....

Geld und Moral

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Geld und Moral beherrschen seit Monaten die öffentliche Diskussion; nicht nur in der Schweiz, nein in ganz Europa und auch in Übersee. Es stechen riesige Unterschiede bei Einkommen und Vermögen ins Auge, ebenso wie immense Schuldenberge, welche darauf hinweisen dass hier eine (westliche) Gesellschaft über ihren Verhältnissen lebt. Das Thema regt zum Nachdenken an. Welche Kernaussagen macht eigentlich die Bibel zum Thema Geld? Sie sagt nicht pauschal, Geld und Reichtum seien einfach schlecht oder gut. Und trotzdem gibt es herausfordernde Aussagen zu Geld und Moral. Eine schwerwiegende Aussage von Jesus steht in Matthäus 6: „Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz… Niemand kann zwei Herren dienen: … Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“ Auch wenn Jesus hier provozierend Gott und Mammon einander ausschliessend gegenüber stellt, wird Reichtum und Wohlstand nicht einfach verurteilt. Jesus weist aber auf die korrumpierende Macht des Geldes hin, wenn es zum wichtigsten ...

Schenken, wozu?

Hand aufs Herz, weshalb  beschenken Sie andere?  Vielleicht geht es Ihnen  ähnlich wie mir und Sie haben  sich gar keine grossen Gedanken  darüber gemacht. Nun, andere  Menschen haben das Schenken  analysiert und interpretiert. In  einem Lexikon finde ich nicht  weniger als elf Motive, die uns  beim Schenken leiten können.  Das geht vom Ausdruck der Dankbarkeit bis hin zum Werbegeschenk,  das seinen bestimmten  Zweck beim Kunden erfüllen soll. Schenken wird  denn auch als eine soziale Sanktion  verstanden, die auf eine soziale  Antwort wartet.Wen wundert  es da noch, dass selbst unser  Obligationenrecht vor 100 Jahren  die Schenkung geregelt hat,  und seither kommt es bei gewissen Geschenken also gar zu einem  «schuldrechtlichen Vertrag ». Ist das, was wir in den kommenden  Tagen also immer wieder  tun werden wirklich eine so komplizierte Sache? Ich mache  di...

Wenn Gott so ist…

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Das Angebot ist verlockend: Mitarbeiter einer grossen Firma werden, die nicht nur ein sehr gutes Produkt herstellt, sondern auch dafür bekannt ist, beste Arbeitsbedingungen zu bieten. Zudem passt das Anforderungsprofil ziemlich gut. Er bewirbt sich mutig für den Posten. Und siehe da, die Einladung zum Vorstellungsgespräch folgt sogleich! Und zwar mit dem Direktor höchst persönlich! Der Tag X ist da, es heisst sich aufmachen zum wichtigen Interviewtermin. Wie er zum Haupteingang des Firmengebäudes kommt, stutzt er. Die Umgebung macht nicht gerade einen gepflegten Eindruck. Beim Eintreten die zweite Überraschung: Die Dame an der Loge schaut ihn grimmig an und will herablassend wissen, was ihn zur Firma führe. Einen Termin beim Direktor, meint er etwas verunsichert. Er solle im Foyer warten. Nach zehn Minuten wird er nervös und erkundigt sich, ob er noch nicht verlangt worden sei. Er solle nicht so ungeduldig sein, die Direktionsassistentin werde ihn abholen. Nach weiteren zehn Minuten...

Noch ein Dessert?

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Während ich mir überlege, ob ich mir nach einem üppigen Nachtessen im Restaurant noch ein Dessert mit Espresso gönnen soll, kämpfen sich am Horn von Afrika Mütter mit ihren Kleinkindern über mehrere Wochen durch karges Gelände, bis sie nach entbehrlicher Reise und dem Verlust von vielleicht zwei Kindern mit den verbleibenden drei abgemagerten Kleinen im Flüchtlingslager eintreffen. So krass sind die Gegensätze auf unserem Planeten. So gross sind die sozialen Ungerechtigkeiten in unserer modernen globalisierten Welt. Am Welternährungstag, dem 16. Oktober, ist es gut sich Gedanken darüber zu machen, was die hungernden Menschen in Somalia, Kenia und Äthiopien mich angehen. Warum soll ich mich mit diesem Leid auseinandersetzen? Kann ich überhaupt etwas ändern? Es gibt Dinge, auf die ich keinen Einfluss habe. Es ist zum Beispiel eine unveränderliche Tatsache, dass einige Menschen in Ländern mit mildem Klima, fruchtbarem Boden, perfekter Infrastruktur, grossem Wohlstand und unvergleichliche...

Wie wählen?

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Am 23. Oktober sind Nationalratswahlen: Nehmen Sie eine leere Liste! Schreiben Sie oben bei "Liste Nr." 11 und EVP ! Dann Marc Jost 2mal auf Ihren Wahlzettel (Kand.-Nr. 11.03.7)! Herzlichen Dank!

Hilfe, Mission!

Die vergangene Woche hatte es in sich. Am Montag war die erste Frage, die mir auf einem öffentlichen Podium gestellt wurde: «Machen Sie eigentlich Entwicklungszusammenarbeit, um zu missionieren?» Einen Tag später begegnete ich für ein Vorbereitungstreffen Sheryl Haw, der Direktorin von «Micah Network». Sie erklärte dem Team, was sie unter integraler Mission versteht: «Integrale Mission ist von bedingungsloser Liebe und Dienen gekennzeichnet, und sie ist nicht Mittel zum Zweck.» Und dann erreichte mich Mitte Woche eine Vorstossantwort der Berner Regie­rung, worin sie schreibt: «Bei Fürsor­ge, Jugend- und Sozialarbeit liegt das Motiv für das Handeln von Freikirchen in der Verbreitung der eigenen Glaubensrichtung und der Gewinnung neuer Mitglieder. Es fehlt damit auch für diese Tätigkeiten an der Gemeinnützigkeit im Sinne der Steuergesetzgebung.» Was um alles in der Welt lässt praktizierte Nächstenliebe in unserer Gesellschaft als gefährlich erscheinen? Oder wie anders als mit Furcht vo...