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THE OLD PASTOR

While watching television on Sunday, I watched a church in Atlanta honoring one of its senior pastors who had been retired many years. He was 92 years old and I wondered why the church even bothered to ask the old gentleman to preach at that age. After a warm introduction of this speaker, he rose from his high back chair and walked slowly, with great effort and a sliding gait to the podium. Without a note or written paper of any kind, he placed both hands on the pulpit to steady himself and then quietly and slowly he began to speak. "When I was asked to come here today and talk to you, your pastor asked me to tell you what was the greatest lesson ever learned in my 50-odd years of preaching. I thought about it for a few days and boiled it down to just one thing that made the most difference in my life and sustained me through all my trials. The one thing that I could always rely on when tears and heartbreak and pain and fear and sorrow paralyzed me, the only thing that would comf...

Sei keine Ziege!

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Gegen Ende des Matthäusevangeliums wird eine Rede von Jesus zitiert, die mich immer wieder sehr bewegt und beunruhigt. Jesus sagt dort zu den Anwesenden, dass er selber am Ende der Zeiten alle Menschen der Erde in zwei Gruppen teilen werde, so wie ein Hirte Schafe von Ziegen trenne. Und zu den „Schafen“ werde er sagen: "Kommt her, ihr seid von meinem Vater gesegnet! … Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war ein Fremder, und ihr habt mich aufgenommen; ich hatte nichts anzuziehen, und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt euch um mich gekümmert; ich war im Gefängnis, und ihr habt mich besucht." Daraufhin werden die Angesprochenen fragen: Wann war denn das? Wir können uns nicht erinnern. Die Antwort Jesu: "Ich sage euch: Was immer ihr für einen meiner Brüder getan habt – und wäre er noch so gering geachtet gewesen–, das habt ihr für mich getan." Dann wird er sich an jene...

«Die weltweite Armut hat mich zornig gemacht»

Marc Jost zu seinem Engagement bei «Interaction» und zur wirkungsvollen Entwicklungshilfe Weltweit hungern eine Milliarde Menschen. Als neuer Geschäftsführer des Hilfswerkverbandes «Interaction» möchte der Thuner Pfarrer und Grossrat Marc Jost gerade Politikern den Ernst der Lage bewusst machen. Aber auch den vielen Mitchristen. Und er möchte aufzeigen, welche Hilfe effektiv Wirkung erzielt. VON: ANDREA VONLANTHEN «Spektrum»: Als was sind Sie eigentlich geboren, als Pfarrer, als Politiker oder als Entwicklungshelfer? Marc Jost: Die drei Ämter haben sehr vieles gemeinsam. Es geht immer um den Menschen und seine Bedürfnisse. Mir ist es ein Anliegen, dem Einzelnen ganzheitlich zu helfen. Das kann ich in der Politik kombiniert mit «Interaction» nun sehr gut tun. Wovon hatten Sie einst mit sieben Jahren geträumt? Ich wollte Zimmermann werden. Mit Holz gestalten, das hat mich fasziniert. Und mit zwanzig? Damals hat mich ein Jugendleiter ermutigt, vermehrt Führungsverantwortung zu übernehmen....

Einsam und allein

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Beinahe durch alle Generationen hindurch höre ich immer wieder den Seufzer: «Ich fühle mich oft sehr einsam!» Manchmal wird es von Senioren auch weniger direkt ausgedrückt. Sie sagen: «Wir würden so gerne wieder einmal mit... Aber es scheint niemand Zeit zu haben.» Aber auch jüngere Menschen fühlen sich isoliert und alleine. Und sie leiden daran. Einsamkeit ist verbreitet, und dies in einer Zeit, in der alles möglich scheint. Noch nie war es technisch einfacher, mit anderen Menschen Kontakt aufzunehmen. Wieso bleiben wir trotzdem allein? Natürlich spielen verschiedene Umstände eine Rolle: die Wohnsituation des Einzelnen, der Medienkonsum und die Informationsflut, Arbeitsüberlastung oder Familienstress. Sehr oft begegne ich jedoch der Tatsache, dass der einsame Mensch gar nicht erst versucht hat, seine Einsamkeit zu durchbrechen. Stattdessen wartet er darauf, dass die Nachbarn, Verwandten oder Gemeindemitglieder mit ihm Kontakt aufnehmen und ihn einladen. Selber ist er nicht bereit, ei...

Der andere "Steuer-Betrug"

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Ich sitze um 11 Uhr vormittags im Büro am Computer und will eine einfache Planungstabelle erstellen. Da vibriert das Handy. Aha, eine Mitteilung eines Jugendlichen. Was will er? Die Sitzung verschieben. Ich schaue im Online-Kalender nach. Und da begegnet mir ein anderer Termin und erinnert mich daran, dass ich noch einiges bereitlegen sollte. Wo habe ich das Material? Da klingelt das Telefon. Eine Mitarbeiterin teilt mir mit, dass ein Gemeindeglied im Spital liegt. Wann kann ich sie besuchen? Erneut konsultiere ich den Kalender und mache mir einen Eintrag. Da fällt mein Blick auf den Bildschirm: 12 neue Emails. Ob da etwas Dringendes gekommen ist? Tatsächlich, mit Herrn P. sollte ich telefonieren. Aber wo war ich eigentlich stecken geblieben? Ja, genau bei der Planungstabelle. Es ist halb Zwölf, ob ich es noch vor dem Mittag schaffe? Viele technische Maschinen steuern unseren Alltag stärker als uns lieb ist. Mir wurde dies deutlich, als ich das Buch “Payback” von Frank Schirrmacher gel...

Gib mehr als du nimmst!

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Ein Berufskollege steht auf dem Friedhof und hält die Grabrede. Um ihn herum ist einzig der Sarg mit dem Toten und die Bestatter. Die Grabrede hält er zu sich selber. Es herrscht gähnende Leere. Eine sonderbare Situation, weshalb kam niemand zur Trauerfeier? In Gesprächen mit Angehörigen findet der Pfarrer heraus, dass der Tote ein Mensch war, der fast ausschliesslich auf seine eigenen Bedürfnisse bedacht war und der, je älter er wurde, umso verbitterter gewesen war. So wie er gelebt hatte, war er auch gestorben: alleine mit sich selber. Bei einer anderen Beerdigung platzte die Kapelle aus allen Nähten, und man trat ratlos an den Pfarrer heran, was man mit den vielen weiteren Trauergästen nun tun solle. Auch am Grab war schlicht zu wenig Platz für alle, die von dem Verstorbenen Abschied nehmen wollten. Was war hier anders? Rückblickend auf das Leben der Person konnte man feststellen: All die Menschen waren nicht erschienen, weil der Verstorbene viel von der Welt nehmen wollte, sondern ...

Ein alter Zopf?

In den letzten zehn Jahren wurde das Anliegen der Diakonie und der sozialen Verantwortung in der evangelikalen Kirchenlandschaft immer wieder zum Thema gemacht und gefördert. Und dies zu Recht! Nach wie vor leben zu viele Christen mit einer dualen Weltsicht: Wir sind die gesandten Evangelisten und machen Heiden zu Christen. Das ist unser wichtigster Dienst in dieser Welt. Die anderen, die säkularisierten und areligiösen Zeitgenossen können sich um die irdischen Dinge kümmern: um Sozialarbeit, Bildung und generell um das Gemeinwohl in öffentlichen Ämtern. Dass mit der Trennung und Priorisierung dieser beiden Aufträge je länger desto mehr Schluss gemacht wird, ist höchste Zeit. Dass jedoch erst in relativ junger Vergangenheit die Mission Jesu wieder ganzheitlicher gesehen wird, überrascht mich. Denn seit meinem Geburtsjahr ist mit der «Lausanner Verpflichtung» vor 36 Jahren auch für die weltweite «evangelische Gemeinde» festgehalten: «Missachtung der Menschenwürde, Ausbeutung und die wel...