Posts

Mutter aller Mütter

Auf den ersten Seiten der «Heiligen Schriften» des Alten Testaments begegnen wir der ersten Mutter der Menschheit: Eva, ihr Name bedeutet die Leben Spendende. Man könnte auch sagen, sie ist die Mutter aller Mütter. Von ihr können Mütter – aber nicht nur sie – viel lernen. Schon im ersten Schöpfungsbericht der Bibel kommt sie vor: «Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, er schuf Mann und Frau.» Frauen waren also von Beginn weg nicht zweite Wahl (!). Im Gegenteil, der Mensch entspricht laut der Bibel dann am meisten dem Bilde seines Schöpfers, wenn Mann und Frau zusammen sind und eine Einheit bilden. Nur dann kann die Frau auch zur Mutter werden. Im zweiten Schöpfungsbericht gleich anschliessend erfahren wir noch einige weitere Einzelheiten über Eva: Sie passt sehr gut zu ihrem Gegenüber (Adam): «Endlich jemand wie ich»! Sie gehört zu mir («Fleisch von meinem Fleisch»)! Sie ist eine Hilfe (wörtl. Rettung!), die ihrem Mann entspricht. Sie ist für den Mann der Grund, alles stehen und li...

Werde reich!

«Das ultimative Geschenk»: Dieser Film hat mir wieder einmal vor Augen geführt, dass sich Christen um mehr Reichtum bemühen sollten. Bevor Sie jetzt weiterblättern, sollten Sie erfahren, worum es in diesem Film geht. Ein Milliardär stirbt, und sein Erbe wird verteilt. Der Grosssohn denkt, leer auszugehen, wird dann aber überrascht. Nachdem alle übrigen bloss den Pflichtteil erhalten haben, soll er zuerst verschiedenste Aufgaben erfüllen, bevor er sein Erbe antreten darf. Der verwöhnte Snob, der noch nie arbeiten musste, lässt sich auf das Wagnis ein und wird total verändert. Er macht sich zum ersten Mal die Hände schmutzig, lernt, was es heisst, echte Freunde zu haben und wird durch die Not, der er begegnet, motiviert, in Zukunft alle seine Gaben und Geschenke für andere Menschen zu investieren. Schliesslich ist er bereit für das Zwei-Milliarden-Erbe. Er erhält das Vermögen seines Grossvaters und setzt es für eine bessere Welt ein. Es ist richtig: Geld ist Macht und hat das Potenzial z...

Kandidatur-Vorstellung in BZ

Die EVP schickt mit Marc Jost und Patrick Gsteiger gleich zwei Kandidaten ins Rennen. Beide möchten vorab die christlichen Werte in die Regierung tragen. Beide fänden es zudem wichtig, dass auch die politische Mitte vertreten wäre. Mit einem EVP-Regierungsrat, meint Marc Jost, könnte die Exekutive des Kantons Bern an Glaubwürdigkeit und Akzeptanz gewinnen. Denn wenn die Mitte in der Regierung abgebildet wäre, «würde das ewige Hickhack zwischen links und rechts aufhören», sagt der 36-Jährige, der sich «vom Typ her als Vermittler» bezeichnet. Jost preist sich auf seiner Homepage als Brückenbauer an. Er politisiere nach keinem Schema, bei ihm stünden Lösungen im Vordergrund, und das bedeute zuweilen halt auch, Kompromisse einzugehen. Jost sitzt seit vier Jahren für die EVP im Grossen Rat. Der dreifache Familienvater wohnt mit seiner Familie in Thun und arbeitet als Pfarrer im Evangelischen Gemeinschaftswerk. In der Politik will er sich für «finanziellen Handlungsspielraum» der Familien al...

Der umweltfreundliche Pfarrer aus Thun

Wenn der Thuner EVP-Grossrat Marc Jost spricht, braucht er dazu schon mal Sätze aus der Bibel für humorvolle Wortspiele. Dass er zurzeit in Thun mit einem Elektroauto herumfährt und auf diesem Werbung für sich macht, kommentiert er so: «Ich setze mich für die Umwelt ein, weil nach uns nicht die Sintflut kommt.» Der 36-jährige Pfarrer, der beim Evangelischen Gemeinschaftswerk arbeitet und am Theologischen Seminar St. Chrischona bei Basel studiert hat, sieht kein Problem darin, als Theologe Regierungsrat zu werden. Auch dann nicht, wenn er die Polizeidirektion übernehmen müsste. Ein hart durchgreifender Pfarrer, geht das? Marc Jost findet, Gesetze seien da, um eingehalten zu werden – oder, wenn es denn nötig sei, sie zu ändern. Seine politischen Schwerpunkte allerdings liegen nicht beim Thema Sicherheit, sondern eben etwa beim Thema Umwelt. Insbesondere sind ihm Fördermassnahmen für erneuerbare Energien wichtig. Der Vater dreier Kinder macht aber auch gerne Familienpolitik. Er möchte Elt...

Mit Elektro-Power auf Wahlkampftour

Bild
Fast lautlos kurvt Regierungsratskandidat Marc Jost (EVP) über den Rathausplatz. Durch das auffällige Elektrofahrzeug hofft der 35-jährige Thuner, mit den Wählern ins Gespräch zu kommen. Einziger Schönheitsfehler: Das Auto hat eine Zürcher Nummer. «Dass ich im Bernbiet keine Alternative fand, zeigt, dass wir umweltfreund liche Verkehrsmittel stärker fördern müssen», sagt Jost. 20min vom 26.01.2010

Legislaturbilanz 2006-2010

Bild
Nach vier Jahren Parlamentsarbeit wurde ich von der EVP als Kandidat für den Regierungsrat nominiert. Somit laufen für mich in den nächsten drei Monaten eigentlich zwei Wahlkämpfe parallel: Einerseits kandidiere ich wieder als bisheriger Grossrat und zusätzlich neu als Regierungsmitglied. Rückblick Ich wurde im Jahr 2006 überraschend im Wahlkreis Thun gewählt. Die EVP gewann einen Sitz dazu, und ich konnte als zweiter Vertreter mit Walter Bieri nach Bern ziehen. In der laufenden Legislatur ist Walter Bieri zurückgetreten und an seiner Stelle ist im Wahlkreis Thun Hans Kipfer (damals Geschäftsführer Gwattzentrum) "nachgerutscht". Und so treten Hans und ich im Frühling als Bisherige an. Arbeit in der JUKO Über die ganze Zeit war ich aktiv in einer der ständigen Kommissionen: der Justizkommission (JUKO). Neben den ordentlichen Sitzungen arbeitete ich in zwei Ausschüssen mit und in einem Sonderausschuss. Ich bin Mitglied im Richterwahlausschuss und habe die Bewerber für alle Bern...

Guter Hoffnung?

Bild
Maria war guter Hoffnung, als sie vor rund 2000 Jahren mit Joseph verlobt war. Und dies nicht nur, weil sie schwanger war. Allerdings hätte sie viel Grund gehabt, die Hoffnung aufzugeben. Sie wurde schwanger, ohne dass sie verheiratet war – damals ein grosser Skandal! Sie hatte eine beschwerliche Reise vor sich, weil sie sich mit ihrem Verlobten im Heimatort einschreiben sollte. Sie lebte als Jüdin in einem schwierigen Umfeld, weil die Römer ihr Gebiet besetzten, kontrollierten und nicht davor zurückschreckten auch mit harter Hand durchzugreifen. Und schliesslich lebte sie in einer Region, welche selbst bei ihren Volksgenossen keinen guten Ruf genoss und immer wieder in Unruhe versetzt wurde. Wie konnte Maria trotzdem rundum guter Hoffnung sein? Die Schweiz ist weder besetzt noch ein Ort von regelmässigen Unruhen. Die meisten langen Reisen nehmen wir freiwillig auf uns, und um Anstoss zu erregen, braucht es in unserer Skandal geschwängerten Gesellschaft mehr als eine Tee...