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Mit Elektro-Power auf Wahlkampftour

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Fast lautlos kurvt Regierungsratskandidat Marc Jost (EVP) über den Rathausplatz. Durch das auffällige Elektrofahrzeug hofft der 35-jährige Thuner, mit den Wählern ins Gespräch zu kommen. Einziger Schönheitsfehler: Das Auto hat eine Zürcher Nummer. «Dass ich im Bernbiet keine Alternative fand, zeigt, dass wir umweltfreund liche Verkehrsmittel stärker fördern müssen», sagt Jost. 20min vom 26.01.2010

Legislaturbilanz 2006-2010

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Nach vier Jahren Parlamentsarbeit wurde ich von der EVP als Kandidat für den Regierungsrat nominiert. Somit laufen für mich in den nächsten drei Monaten eigentlich zwei Wahlkämpfe parallel: Einerseits kandidiere ich wieder als bisheriger Grossrat und zusätzlich neu als Regierungsmitglied. Rückblick Ich wurde im Jahr 2006 überraschend im Wahlkreis Thun gewählt. Die EVP gewann einen Sitz dazu, und ich konnte als zweiter Vertreter mit Walter Bieri nach Bern ziehen. In der laufenden Legislatur ist Walter Bieri zurückgetreten und an seiner Stelle ist im Wahlkreis Thun Hans Kipfer (damals Geschäftsführer Gwattzentrum) "nachgerutscht". Und so treten Hans und ich im Frühling als Bisherige an. Arbeit in der JUKO Über die ganze Zeit war ich aktiv in einer der ständigen Kommissionen: der Justizkommission (JUKO). Neben den ordentlichen Sitzungen arbeitete ich in zwei Ausschüssen mit und in einem Sonderausschuss. Ich bin Mitglied im Richterwahlausschuss und habe die Bewerber für alle Bern...

Guter Hoffnung?

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Maria war guter Hoffnung, als sie vor rund 2000 Jahren mit Joseph verlobt war. Und dies nicht nur, weil sie schwanger war. Allerdings hätte sie viel Grund gehabt, die Hoffnung aufzugeben. Sie wurde schwanger, ohne dass sie verheiratet war – damals ein grosser Skandal! Sie hatte eine beschwerliche Reise vor sich, weil sie sich mit ihrem Verlobten im Heimatort einschreiben sollte. Sie lebte als Jüdin in einem schwierigen Umfeld, weil die Römer ihr Gebiet besetzten, kontrollierten und nicht davor zurückschreckten auch mit harter Hand durchzugreifen. Und schliesslich lebte sie in einer Region, welche selbst bei ihren Volksgenossen keinen guten Ruf genoss und immer wieder in Unruhe versetzt wurde. Wie konnte Maria trotzdem rundum guter Hoffnung sein? Die Schweiz ist weder besetzt noch ein Ort von regelmässigen Unruhen. Die meisten langen Reisen nehmen wir freiwillig auf uns, und um Anstoss zu erregen, braucht es in unserer Skandal geschwängerten Gesellschaft mehr als eine Tee...

Frei denken

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Kein Mensch wünscht sich, gefangen zu sein, auch nicht in seinem Denken. Vielmehr wünschen wir uns Freiheit für unser Denken, Glauben und Reden. Als Christ glaube ich, dass Gott diese Freiheit grundsätzlich allen Menschen schenkt. Und zwar so umfassend, dass der Mensch sogar die Existenz Gottes in Frage stellen kann. Damit ist die von Gott gewährte Freiheit quasi absolut: Die Gedanken sind frei. Das bedeutet aber nicht, dass Gott unsere Gedanken nicht beurteilt und wertet. Im Gegenteil: Jesus sagt in der Bergpredigt, dass Gedanken genau gleich wie Taten vor Gott verwerflich sein können. Als Gesellschaft haben wir ein Interesse daran, die menschliche Freiheit zu begrenzen. Dort nämlich, wo sie dem Gemeinwohl und dem sozialen Frieden schadet. Wir können keine Gedanken verbieten, aber wir können die Redefreiheit und die Meinungsfreiheit begrenzen. So sind rassistische, Gewalt verherrlichende oder verleumderische Äusserungen nicht erlaubt. In letzter Zeit wurde sehr heiss über Freidenker, ...

Urteil

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Niemand erscheint gerne vor dem Richter, ausser vielleicht ein Anwalt, der davon lebt. Es ist besonders für den sehr unangenehm, der wegen eines schuldhaften Vergehens vor Gericht erscheinen muss und ein Urteil erwartet. Was im Rechtswesen normal ist, müsste eigentlich im Alltag nicht der Fall sein. Aber sehr oft werden auch in Schule, Familie, Beruf und Politik Urteile von Menschen über andere gefällt, obwohl weit und breit kein Richter ist. Sehr schnell sind wir mit einem voreiligen Urteil bereit, wenn wir von einem angeblichen Vergehen wissen oder bloss davon gehört haben. Und nicht immer sind es die Medien, die zu solchen Vorurteilen verleiten. Es liegt in der beeinträchtigten Natur des Menschen, dass er sich nicht nur als Anwalt der Gerechtigkeit, sondern auch als Richter in Szene setzen will. Wieso geschieht dies? Vielleicht liegt es an unserem Verlangen nach Gerechtigkeit. Nach einer Miss-Handlung haben wir das Bedürfnis auf Wiedergutmachung. Ein Prinzip, das auch...

Sex im Wandel

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Es gab tatsächlich Zeiten und es gibt tatsächlich Orte auf diesem Planeten, wo der Geschlechtsverkehr in erster Linie zum Zeugen von Kindern dient. Es geschieht dies vor allem in einem Umfeld, wo das Bewusstsein der Abhängigkeit von den zukünftigen Generationen stark vorhanden ist. Es ist nicht zufällig, dass in ärmeren Ländern oder zu Zeiten als unser Sozialsystem noch nicht so stark ausgebaut war, Familien mit sieben und mehr Kindern keine Ausnahme bildeten. Wer seinen letzten Lebensabschnitt wirtschaftlich und sozial sichern wollte, zeugte Kinder, die ihn später versorgen würden. Und weil die Kindersterblichkeit hoch war, lag die Kinderzahl eher bei zehn als bei drei. Heute erklärt "Dr. Sex" in "20 Minuten" wie eine 14Jährige ohne das Wissen ihrer Eltern zur Pille gelangen kann. Es ist ja klar, wer geschlechtsreif ist, soll heute seinen Spass haben dürfen. Denn dazu ist doch Sex da. Sex in jeder Zeitung, Sex an allen Orten, Sex in allen Lagen. Die Sexualität im W...

Angstgesteuert

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Es ist ja eher selten, dass Menschen offen über ihre Ängste reden. Trotzdem werden in letzter Zeit je länger je mehr Ängste offenbar; auch unter Christen. Das Gefährliche an der Angst ist eigentlich nicht ihr Vorhanden-Sein, sondern ihre Auswirkung auf mein Denken und Handeln. Angst lähmt und verhindert klares Denken und im dümmsten Fall, lässt sie mich mein Vertrauen auf Gott vergessen oder sogar verlieren; ausser ich gehe mit meiner Angst dorthin, wo sie hin gehört: abgelegt bei Jesus. Wenn ich verschiedene öffentliche Debatten von Christen über aktuelle Themen verfolge, werde ich den Verdacht nicht los, dass wir uns zu oft von der Angst steuern lassen: Ich denke da zum Beispiel an unsere Diskussionen über biometrische Pässe, Minarette oder Harmos. Es gibt bei allen drei Themen vernünftige Argumente dafür und dagegen. Aber waren unsere Debatten nicht vor allem von Ängsten geprägt, statt von Vertrauen auf Gott? Ich bestreite nicht, dass man aus dem Vertrauen auf Jesus au...