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Was ist ein Märtyrer?

Wenn man heute auf der Strasse fragt: Was ist ein Märtyrer? Dann wird man hauptsächlich zur Antwort erhalten: Das ist ein islamischer Selbstmordattentäter, der glaubt, im Auftrag Gottes sein Leben als Waffe gegen Menschen anderen Glaubens einsetzen zu müssen. Fragt man aber, was das Wort ursprünglich bedeutete, bekommt man ein ganz anderes Bild des Märtyrers. Lange bevor dem radikalen Islam solche Mörder entsprangen, sprach Jesus von Nazareth von einer ganz anderen Art des Martyriums. Er sagte zu seinen Freunden: „Ihr werdet meine Zeugen sein.“ Also: Ihr werdet mit eurem Leben davon zeugen, was ihr mit mir erlebt habt. Ihr werdet bezeugen, dass ich euer Leben erneuert habe, euch Sinn und Ziel gegeben habe: Den Sinn, das eigene Leben im Dienst für Gott und damit für die Mitmenschen einzusetzen und nicht gegen sie. Ein eindrückliches Beispiel, wie ein Freund Jesu das verstanden hat, ist das Zeugnis von Stephanus. Er ist einer der Männer, die in der ersten christlichen Gem...

Ich habe Angst...

Auch wenn es mir als erwerbstätiger Schweizer, als sportlicher Familienvater oder ganz einfach als Individuum gut geht, kann ich es nicht vermeiden, dass ich manchmal Angst habe. Ich bin mir bewusst: Angst ist meistens ein schlechter Ratgeber. Angst kann lähmen. Und als Christ bin ich angehalten meine Ängste bei Gott abzulegen. Und trotzdem, die kommenden Zeiten haben es in sich! Meine Gesundheit ist auf diesem Planeten je länger je mehr durch umweltschädigende Einflüsse in Gefahr: CO 2  ist da bloss ein Phänomen unter vielen. Die Lebensmittelpreise steigen für mich, aber vor allem für Menschen in weniger privilegierten Ländern. Dieser weltweite Hunger von einer Milliarde Menschen ist nicht nur ein Skandal, sondern birgt ein Gewaltpotenzial in sich, das sich auch in meiner Heimat entladen kann. Und auch um die Energieressourcen könnten Konflikte entstehen. Meine tägliche Energie droht plötzlich nicht mehr bereitgestellt zu werden. Muss ich bald mit einem Stromkontingent rechnen? Ja, so...

Werdet wie die...

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Sie sind die Zukunft. Sie machen unendlich Freude und bieten uns gleichzeitig immense Herausforderungen. Sie sind äusserst wertvoll und zugleich ein Armutsrisiko in der Schweiz. Manche kommen unerwünscht, andere kommen gar nicht, obwohl man sie sich wünscht. Kinder sind auf jeden Fall etwas Besonderes, vielleicht schon deshalb, weil wir alle es einmal waren. Ja, wie war das eigentlich damals in der eigenen Kindheit? Empfinde ich sie heute als Hypothek oder als gute Investition? Trage ich heute eher Verletzungen oder gute Früchte davon? Ob man sich eher nach der eigenen Kindheit sehnt oder viel mehr froh ist, dass sie vorüber ist - so oder so lässt einen die biblische Aufforderung "Werdet wie die Kinder!" aufhorchen. Was soll das? Was ist damit gemeint? Was an der Kindheit ist denn so durch und durch vorteilhaft; auch für eine erwachsene Person? Die Aussage von Jesus folgte auf eine Frage seiner Freunde: "Wer ist in der neuen Welt Gottes der Grösste?" Das wollten sie...

10 cyberspace commandments

Hervorragende Idee meiner Freunde der Ev. Allianz in England: "Ten cyberspace commandments to give bloggers a moral edge in a virtual age. The commandments are intended to cause bloggers to consider the social impact of their blogging. 1. You shall not put your blog before your integrity. 2. You shall not make an idol of your blog. 3. You shall not misuse your screen name by using your anonymity to sin. 4. Remember the Sabbath day by taking one day off a week from your blog. 5. Honour your fellow-bloggers above yourselves and do not give undue significance to their mistakes. 6. You shall not murder someone else’s honour, reputation or feelings. 7. You shall not use the web to commit or permit adultery in your mind. 8. You shall not steal another person’s content. 9. You shall not give false testimony against your fellow-blogger. 10. You shall not covet your neighbour's blog ranking. Be content with your own content." From: http://www.eauk.org/artic...

HarmoS ist nicht gefährlich!

Harmos ist für viele Eltern ein Wort der Verunsicherung geworden. Weshalb? Es wird in Verbindung gebracht mit zu früher „Einschulung“ und Verlust der Kindheit. Harmos beinhaltet mehr als den Zeitpunkt des Kindergartenstarts, aber ich nehme aus Platzgründen nur zum umstrittensten Punkt Stellung. Eigentlich ändert sich für die meisten Kinder im Kanton Bern nicht viel: Schon heute besuchen mehr als zwei Drittel der Kinder freiwillig zwei Jahre den Kindergarten. In der Regel sind sie etwa fünfjährig, wenn sie beginnen. Harmos verschiebt das Stichdatum für den Start um drei Monate nach vorne, so dass beispielsweise unser Sohn, der anfangs Jahr vierjährig wird, mit 4 ½ Jahren in den Kindergarten gehen würde. Nach bestehendem Modell könnte er im genau gleichen Alter in den Kindergarten gehen, falls wir wünschen, dass er zwei Jahre geht. Finden wir, dass es zu früh für ihn ist, geht er ein Jahr später. Was ändert sich daran nach Harmos? Nichts. Der Eintritt in den Kindergarten wird auch mit ...

Fehlerhaft führen

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Mose war ein Mörder, König David ein Ehebrecher und Petrus ein Lügner. Hätte es die Boulevard-Medien schon damals gegeben, wären diese drei biblischen Führerfiguren kaum so einflussreich und erfolgreich gewesen. Ein Bundesrat vertraut einem Mitarbeiter zu lange, entscheidet sich falsch, informiert irreführend und sofort wird von politischen Gegnern und den Medien sein Kopf gefordert. Welche Fehler kann man sich als Führungspersönlichkeit erlauben? Welchen Verantwortungspersonen schenken wir unser Vertrauen nach Fehlern wieder? Gelegenheit, über unseren Umgang mit Führung und Fehlern nachzudenken! Bill Clinton, Elisabeth Kopp oder Samuel Schmid, ihnen allen sind Fehler passiert. Ich rufe in Erinnerung, dass wir als einzelne Menschen auch Verantwortung dafür tragen, wie wir mit unseren Leitern und unserer Obrigkeit umgehen. Vor langer Zeit hat der Apostel Paulus seinem jungen Mitarbeiter Titus geschrieben: „ Erinnere sie daran, dass sie der Gewalt der Obrigkeit untertan und gehorsam se...

Animismus

Was haben das Freilichtmuseum Ballenberg und ein peruanisches Dschungeldorf gemeinsam? Seit unserem Pfarrer-Ausflug in die Miniatur-Schweiz im Berner Oberland weiss ich es. Hier wie dort fand ich Zeugen eines lebhaften Aberglaubens. Während in den alten Häusern - katholischer wie auch reformierter Herkunft - auf dem Ballenberg Äste, Rosshaare und Messer die bösen Geister fernhalten sollten, waren es beim peruanischen Jäger Schutzrituale mit Wurzeln, die ihn vor dem Schlangenbiss bewahren sollten. Animismus herrschte beidseits des Atlantiks; und heute? Wie steht es eigentlich um den Glauben an magische Rituale in unserer Zeit und Kultur? Es wird schnell klar: Ob Ogis Edelsteine im Hosensack, Frau Meiers Glücksbringer um den Hals oder des Olympia-Sportlers Ritual vor dem Start, die Schweiz ist nach wie vor fasziniert von animistischen Handlungen. Aber wie ist das unter gläubigen Christen? Sind wir völlig jenseits von Freitag, dem 13. und der schwarzen Katze? Wer in Jesus Christus seinen ...