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Meine Ostern
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Was bedeutet Ostern für den Alltag eines Christen im 21. Jahrhundert? Mit dem Ostergeschehen steht und fällt alles, was meinen christlichen Glauben ausmacht. Das jährliche Fest an die Erinnerung der Auferstehung des Jesus von Nazareth ist zentral. Wäre die Auferstehung Jesu keine historische Wahrheit, würde die ganze christliche Kirche in sich zusammenfallen. Wäre Christus nicht zum Leben auferweckt worden, hätten wir keine Gottesbeziehung, weil Jesus der Vermittler und Versöhner fehlen würde. Keiner der Nachfolger von Jesus glaubte damals zum Voraus, dass so etwas möglich sein würde. Nicht einmal den ihrem Lehrer bevorstehenden Tod am Kreuz wollten die Jünger wahrhaben. Als schliesslich die ersten Zeugen der Auferstehung den Freunden Jesu davon berichteten, zweifelten diese – verständlicherweise - erst einmal. Doch Gott hat dieses übernatürliche und irrationale Wunder tatsächlich getan und seinen Sohn von den Toten auferweckt; das bezeugen die Evangelienschriften übereinstimmend. Dami...
"Kirchenhüpfen"
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Wer als Tourist an die Meeresküste fährt, geniesst da und dort das Angebot des Inselhüpfens. Man steigt in ein Boot und hat die Gelegenheit, an einem Tag mehrere Inseln zu besuchen. Was für Touristen schön und abwechslungsreich ist, wird leider für viele Christen in Bezug auf ihren Gemeindebesuch zur Gewohnheit. Je länger, je schneller fühlt sich eine Person oder eine ganze Familie dazu gedrängt, ihre geistliche Heimat auszutauschen. Sei es der inkompetente Pastor, die schwierigen Glaubensgeschwister, die mangelnden Familien oder die ungenügende Jugendarbeit; sehr schnell kommen Kirchengänger heute zum Entschluss, dass es für sie hier nicht mehr stimmt. Ich behaupte nicht, dass es Umstände geben kann, die einen Wechsel tatsächlich nahe legen. Aber ich stelle fest, dass das „Kirchenhüpfen“ zu einer grossen Attraktion in der Christenheit geworden ist. Es braucht sehr wenig, dass die Bedürfnisse der postmodernen Predigtkonsumenten nicht mehr genügend gestillt werden. Überhaupt stehen die ...
Die Seelen oder die Umwelt retten?
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Eine kurze Andacht zu: 5. Mose 4,6: Haltet euch an diese Gebote und befolgt sie; dann werden die anderen Völker sehen, wie weise und klug ihr seid. Immer mal wieder kommt es zur Grundsatzdebatte: Macht es wirklich Sinn, sich als Christ öffentlich zu engagieren, sich für die Gesellschaft und auch die Natur einzusetzen? Sollten wir unsere Kräfte nicht besser bündeln und voll auf Evangelisation fokussieren? Solche Fragen bewegen lokale Kirchen, Sektionen der Evangelischen Allianz, christliche Ehepaare oder auch den evangelikalen Stammtisch. Wie ist das mit der christlichen Prioritätenliste? Ist es wichtiger Seelen oder die Umwelt zu retten? In der evangelikalen Szene wird dabei selten die evangelistische Mission in Frage gestellt, vielmehr werden die Bemühungen um das allgemeine Wohl in Frage gestellt; oder zumindest der Umfang dieses Engagements. Mose kannte diesen Konflikt zwischen Verkündigung oder Gerechtigkeit fördern nicht. Er hat das Volk Gottes darauf hingewiesen, d...
Gott sucht uns
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Gewöhnlich höre und lese ich Berichte, die beschreiben, wie Menschen Gott suchten. Wenn Menschen, die vorher Atheisten oder Agnostiker, Esoteriker oder Moslems, Buddhisten oder ganz einfach gleichgültig waren, Christen werden, erzählen sie, wie sie Gott auf ihrer spannenden oder spannungsvollen, langen oder kurzen und heftigen, verzweifelten oder zweifelnden Suche schliesslich fanden. Sie – und das sind weltweit immer wieder Millionen von Menschen – bestätigen jeweils die Aussage der Bibel: „Wenn ihr mich von ganzem Herzen sucht, will ich mich von euch finden lassen“ (Jeremia 29,13). Viel entscheidender scheint mir jedoch, dass die Umkehrformel auch richtig ist: Gott sucht uns! Man mag Beda Stadler, Richard Dawkins oder Dalai Lama heissen: – ganz egal ob man nicht an die Existenz Gottes glaubt oder sich selbst zur höchsten Instanz macht – Gott hat ein unendliches Interesse an jedem einzelnen Menschen. Deshalb sucht und verfolgt Gott uns. Der englische Philosoph C.S. Lewis oder der Th...
Kindisch oder kindlich?
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Vier von zehn Schweizern beten mehrmals in der Woche. 60 Prozent sagen, das persönliche Gebet sei ihnen wichtig. Das Abendgebet ist an jedem dritten Kinderbett üblich und wird wieder beliebter.* Ist das Gebet etwas für ein paar wenige? Ist das Reden mit Gott nur etwas für Kinder? Offensichtlich beten mehr Menschen, als ich dachte. Dabei liegt es doch eigentlich auf der Hand, dass Menschen sich nach ihrem Schöpfer sehnen; wenn sie Geschöpfe sind... In einer Zeit, in der es auf alle Fragen (mehr als) eine Antwort gibt, scheinen wir Menschen uns vermehrt an den zu richten, der die passenden Antworten zu unseren Lebensfragen hat. Manch einem kommt dies naiv vor. Aber beten ist nicht kindisch, schon eher kindlich. Jedenfalls macht Jesus gerade die Kinder zu Vorbildern in der Begegnung mit Gott: «Wenn ihr euch nicht ändert und so werdet wie die Kinder, kommt ihr nie in das Reich Gottes. Wer aber so klein und demütig sein kann wie ein Kind, der ist der Grösste in Gottes Reich (Matthäus 18).» ...
Armut fördern?
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Ein Alt-Bundesrat hat einmal gesagt, er wisse nicht, ob es besser wäre, Afrika sich selbst zu überlassen und keine Entwicklungshilfe mehr zu leisten. Ins gleiche Horn blasen zu meinem Entsetzen viele Christen, mit denen ich ins Gespräch über öffentliche Entwicklungshilfe komme. Die Kultur in einigen Drittweltstaaten geprägt durch Korruption und kurzfristige Lebensbewältigung mache Investitionen aus Industrieländern kontraproduktiv, sagen sie. Zudem sei die Arbeit der DEZA ineffizient, wenig erfolgreich und nicht christlich. Wen wunderts, dass die weltweite Armut so bloss schleppend bekämpft werden kann? Wenn sogar wir Christen, die wir einen Gott kennen, der sich mit den Armen identifiziert (Mt 25), eine solche Ignoranz an den Tag legen. Die öffentliche Entwicklungshilfe der Schweiz ist besser, als viele Menschen denken. Aber man muss sich halt bemühen, genau hin zuschauen. Das tun manche Kritiker jedoch nicht. Man würde erkennen: Entwicklungshilfeprofis sind sich sehr wohl bewusst...